Kolibri Interkulturelle Stiftung fördert Hilfeprojekte für Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten

Die Stiftung Kolibri hilft Geflüchteten sowie Migrantinnen und Migranten bei der Integration und in Notlagen

Spenden für traumatisierte Kinder aus der Ukraine

Ukrainisches Mädchen malt mit KreideBetroffen und entsetzt blicken wir auf den Krieg in der Ukraine. Schon bestehende Krisengebiete und dieser neue Krieg haben weltweit noch nie so viele Menschen zur Flucht gezwungen.

Aufgrund der hohen Zahl von Ankommenden aus der Ukraine hat Refugio München – ein Projekt in der Kolibri-Förderliste – kurzfristig eine zusätzliche Stelle mit einer ukrainisch-sprachigen Psychologin geschaffen. Es konzentriert sich dabei zunächst vor allem auf die Kinder. Je schneller traumatisierten Kindern geholfen werden kann, desto effektiver ist die Hilfe und desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer chronifizierten psychischen Erkrankung.

Speziell werden die Angebote der Kunstwerkstatt (siehe Foto) ausgeweitet, um auch direkt in den Unterkünften und Unterstützungsstrukturen geflüchteten Kindern und jungen Erwachsenen aus der Ukraine einen Ort der Ruhe, des Austauschs und der Verarbeitung zu bieten.

Wir bitten Sie dafür um Unterstützung. Nur mit Hilfe Ihrer Spenden an Kolibri-Interkulturelle Stiftung, IBAN DE13 7002 0500 0008 8136 00 können wir mithelfen, solche Angebote schnell und passend auszuweiten!


Frag nicht wann, ….

Die Geschichte von Ramona und Pierre

Pierre und Ramona„Frag nicht wann, glaube daran, dass unsere Liebe eine gemeinsame Zukunft hat.“ Das ist einer der Sätze, mit denen Pierre Tomo seine Freundin über zwei Jahre hinwegtröstete. Pierre ließ sich nicht entmutigen. Wann immer Ramona Pably zu verzweifeln drohte, war er es, der ihr Halt und Vertrauen gab.

Es scheint unglaublich, für viele aber ist es bittere Realität: Zwei Menschen, die sich lieben, dürfen nicht gemeinsam leben. Ramona und Pierre haben dramatische Zeiten hinter sich. Ihr Schicksal steht beispielhaft für viele, die sich über die nationalen Grenzen hinweg kennen- und lieben gelernt haben.

Es war im Frühjahr 2019, als alles begann. Ramona befand sich auf einer beruflichen Asienreise in Laos und lernte Pierre kennen, der damals bereits seit fünf Jahren als Profi- Fußballer in Laos lebte. Ursprünglich kommt Pierre aus Kamerun. Beide fühlten sich spontan zueinander hingezogen. Ramonas Rückkehr nach Deutschland war der Anfang einer Beziehung auf Distanz.

Ein Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie

Es war aber auch der Anfang einer sich immer wiederholenden Auseinandersetzung mit verschiedensten Behörden und ein Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie. Zwei Visagesuche Pierres schlugen fehl, Reisebeschränkungen in Corona-Zeiten kamen belastend hinzu. So schienen die bürokratischen Hürden unüberwindbar. Nun galt es Hilfe zu finden. Bei der Suche nach Unterstützung wurde Ramona auf die Angebote des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften aufmerksam.

In intensiven Gesprächen mit den Berater*innen des Verbandes kam Ramona zu der bitteren Erkenntnis, dass die schmerzhafte räumliche Trennung für viele andere Paare nichts Neues bedeutet. Denn die Behandlung für Menschen aus Drittstaaten ist seit jeher ungerecht.

Im Rahmen der sozialen Beratung des Verbandes entstand die Idee einer gemeinsamen Demonstration. Diese fand am 11.09.2020 auf dem Gärtnerplatz in München statt. Ein Stück Öffentlichkeit wurde damit hergestellt, der Verband und sein Einsatz zeigten Ramona, sie ist nicht allein.

Endlich eine gemeinsame Zukunft

Heute weiß sie, ihr Einsatz hat sich gelohnt. Im Februar 2021 gelang es Pierre, nach Deutschland einreisen zu dürfen und hier einen Deutschkurs zu absolvieren. Inzwischen sind beide verheiratet, allerdings mussten sie in Dänemark heiraten, und erwarten ihr erstes gemeinsames Kind.

Pierre trainiert mit Jugendlichen der Organisation „buntkicktgut“ Straßenfußball. Es gibt endlich eine gemeinsame Zukunft für diese junge Familie. Für weitere mögliche Auseinandersetzungen mit den Behörden sind die beiden gut gewappnet, denn sie wissen den Verband binationaler Familien und Partnerschaften auf ihrer Seite.

So wie es auch im Vorfeld ihrer Eheschließung war, als unzählige Unterlagen mehrfach und wiederholt angefordert wurden, Rückfragen unbeantwortet blieben und Ramona diese Wochen und Monate als vergeudete Zeit empfand. Aber der Verband stand Ramona und Pierre immer zur Seite. Für diesen Halt sind beide mehr als dankbar!

Bericht des Verbands iaf, von Gabriele Graswald-Vidovic



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