Gibt man den Suchbegriff „Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach in München“ im Internet ein, erscheint sofort das Benefizkonzert des australischen Pianisten Michael Leslie für Kolibri in der Seidlvilla am 21. Januar 2026.
So war es keine Überraschung, dass das Konzert bereits kurz nach der Ankündigung ausverkauft war und viele Interessierte schon vorher und am Abend selbst abgewiesen werden mussten. Michael Leslie spielte zum zweiten Mal ein Benefizkonzert für Kolibri. Und wie im letzten Jahr waren die Zuhörenden dankbar für seine sachkundigen, unprätentiös vorgetragenen Erläuterungen zu dem zu erwartenden Werk – wie sich aus der Basslinie einer Aria ein Zyklus von 30 Variationen entwickelt, wie in dem planvollen Gesamtaufbau jede dritte Variation einen Kanon enthält und in der 30. Variation zwei Gassenhauer der damaligen Zeit kunstvoll miteinander verwoben sind und anderes mehr.
Nur mit hoher Virtuosität und über viele Jahrzehnte erworbener Technikmeisterschaft ist dieses Werk, das zu den schwierigsten Kompositionen Bachs für Cembalo zählt, so darzubieten, wie es das Publikum an diesem Abend durch Michael Leslie erleben konnte. Es dankte dem beeindruckenden Pianisten mit minutenlangem begeistertem Applaus und dankte Kolibri für einen große Freude machenden Abend in diesen schwierigen Zeiten.
Michael Leslie lebt seit vielen Jahrzehnten in München und ist Dozent im Seniorenprogramm der Ludwig-Maximilian-Universität. Kolibri wünscht ihm, dass es noch viele Gelegenheiten gibt, bei denen er die Zuhörerschaft mit seiner Leidenschaft für die Musik begeistern kann.
Foto: ©Gisela Osselmann
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