Jury-Begründung für Lichterkette-Preis 2018

Lichterkette Förderpreisverleihung an Dr. Walter Kuhn
Lichterkette Förderpreis an Dr. Walter Kuhn im Münchner Rathaus im April 2019

Förderpreis „Münchner Lichtblicke 2018 – Kategorie Einzelpersonen

Jurybegründung

Der Königsplatz – ein einziges Meer von mehreren Tausend roten, leuchtenden Mohnblumen aus Kunstseide.
So haben die Münchnerinnen und Münchner Walter Kuhns Projekt, das vom 11. November bis 2. Dezember 2018 zu sehen war, in positiver Erinnerung. Am 11. November jährte sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Anlass genug für den Aktionskünstler, mit den Mohnblumen als internationalem Erinnerungssymbol an die Millionen gefallenen Soldaten und zivilen Opfer aller Kriege überall auf der Welt zu gedenken.

Mit dem ästhetisch spektakulären Projekt will Walter Kuhn, der 35 Jahre in München als Stadt- und Sozialgeograf arbeitete und sich in der Stiftung Kolibri für geflüchtete Menschen einsetzt, auch zum Frieden in unserer aktuellen Zeit mahnen sowie still gegen die Heldengedenkfeiern rechtslastiger Traditionsverbände demonstrieren.

Für die Jury war die Kunstaktion, die unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ stand, ein einzigartiges Projekt, das weltweite Aufmerksamkeit erzielte und zu vielen Diskussionen und Gesprächen führte.
Gerade an diesem Ort, dessen unselige Nazivergangenheit noch immer im globalen Gedächtnis verankert ist, der Opfer zu gedenken und ein Zeichen gegen Krieg und für Versöhnung zu setzen, kann als große Geste gewürdigt werden.

Copyright Foto: Klaus Klassen

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