Kolibri - interkulturelle Stiftung

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Benefiz-Filmgespräch zu
„CAMILO Der lange Weg zum Ungehorsam“

von und mit Regisseur Peter Lilienthal (84) im Gespräch mit dem frischgewählten Münchner Stadtrat Dominik Krause (23),
Naim Balikavlayan (IG) und engagierten des jugendprojekts "self_starter"

Sonntag, 13. Juli 11.30 Uhr
Arri-Kino, Türkenstr. 91
  (U3 / U6 Universität)                         

Eintritt € 10 (Schüler und Studenten ermäßigt € 5)
             
Veranstalter:
Kolibri e.V. – Interkulturelle Stiftungsinitiative
und ARRI Kino, mit freundlicher Unterstützung
der Filmwerkstatt Münster


CAMILODer lange Weg zum Ungehorsam
von Peter Lilienthal handelt von einem der bekanntesten amerikanischen Kriegsdienstverweigerer, Camilo Mejia, der nach seinem Einsatz im Irakkrieg bei seinem zweiwöchigen
Heimaturlaub die US-Armee verließ.
Ein weiterer Hauptakteur in diesem Film
ist der Mexikaner Fernando Suarez, der seinen 19-jährigen Sohn in eben diesem Krieg durch eine US-Mine verlor.


Thematisiert wird nicht nur die ‚Legitimität’ des Krieges der US-Armee im Irak, sondern Peter Lilienthal fragt weiter:
Wer sind die Opfer der Kriege?
Warum lassen Väter ihre Söhne in den Krieg ziehen? Was bewegt junge Menschen dazu, in die US Armee einzutreten?


Der Regisseur und Autor Peter Lilienthal, der heute in München
lebt,
wurde am 27.11.1929 in Berlin geboren. 1939 flieht seine
Familie nach
Montevideo (Uruguay), um der Verfolgung durch
die Nazis zu entgehen.
Nach dem Abitur studierte er zunächst
an der Universität Montevideo
Kunstgeschichte, Musik und Jura,
beteiligte sich im Universitätsklub
an Kurzfilmen, war als Bankan-
gestellter tätig und kehrte 1956 nach
Deutschland zurück für ein
Stipendium an der Hochschule für
Bildende Künste in Berlin.
Er wird zu einem führenden Vertreter des
jungen deutschen Films.
Lilienthals jahrzehntelanges Schaffen umfasst über 40 Spielfilme,

Fernseh- und Dokumentarfilme, die geprägt sind von tiefer Humanität, seinem Anliegen die Menschenrechte zu wahren und die Hoffnung
auf eine lebenswerte Welt nicht aufzugeben.


Er macht sehr engagierte Filme über die politischen Ereignisse in Südamerika, war von 1985-1996 Direktor der Abteilung Film- und Medienkunst an der Akademie der Künste Berlin, trat selbst als Darsteller auf und arbeitete immer wieder mit dem Kameramann Michael Ballhaus und dem chilenischen Autor Antonio Skàrmeta zusammen, mit denen ihn freundschaftliche Beziehungen verbinden.

Für die unzähligen Preise und Ehrungen – Filmpreise für einzelne Filme
und für sein Lebenswerk – steht stellvertretend seine
Auszeichnung
mit der Carl-von Ossietzky Medaille 2012
durch die Internationale
Liga für Menschenrechte.

Auskünfte zur Veranstaltung erteilen:

Gisela Osselmann, Tel. 089/8543979,
newsletter(at)kolibri-stiftung.de

oder Manfred Bosl, Tel. 089/544671-0, -58,
m.bosl(at)initiativgruppe.de

 

Mit dem Erlös der Veranstaltung unterstützt Kolibri Flüchtlinge und
Migranten
mit Sprachkursen, beruflicher Qualifizierung, Beratung,
ärztlicher Betreuung
und Therapie. Kolibri e.V. ist der Förderverein
von Kolibri-Interkulturelle Stiftung
(www.kolibri-stiftung.de).
Die Stiftung ist eine Gründung von REFUGIO
(hilft traumatisierten
Flüchtlingen), IG-Initiativgruppe
(hilft Schülern und Jugendlichen),
iaf (berät binationale Familien) und
Verein Freundschaft zwischen
Ausländern und Deutschen-FAD
(u. a. bekannt durch den Kinderzirkus
„Trau Dich“).


Alle Mitarbeiter von Verein und Stiftung arbeiten ehrenamtlich.

Flyer